Angie & Alex

Hi. Wir sind Angie und Alex.

Ich war schon lange „grün“ unterwegs – Umweltschutz, grüne Energie, Nachhaltigkeit und artgerechte Tierhaltung haben mich seit meiner Teenagerzeit begleitet (es gab da so einen Moment wo ich meine Eltern gefragt habe ob ich mein Schulpraktikum auf einem Boot von Greenpeace vor der Küste Schottlands machen kann – durfte ich leider nicht. Nicht wegen meiner Eltern, sondern weil Greenpeace erst Leute ab 18 mitnahm.)

Aber 2011 war für uns das große Jahr der Veränderungen.

Es fing an mit dem Auszug des Mitbewohners – der seinen Fernseher mitnahm. Unfreiwillige Fernseherdiät. Was nun? Mehr Lesen, mehr Zeit für Gespräche. Weniger Konsum (ohne Fernsehwerbung wurden weniger Gelüste geweckt).

Der Mitbewohner hatte so ein paar  – nennen wir es mal Müllsortierungsschwächen – das meiste landete aus irgendeinem Grund immer im Restmüll. Über Abfall und Müllvermeidung sind wir dann bei Zero Waste gelandet. Zuerst über die MyZeroWaste-Seite und dann das ZeroWasteHomeBlog.

Seitdem haben wir eigentlich gar keinen Restmüll mehr, Recycling (Gelber Sack) sehr wenig, ein paar Glasflaschen für den Sammelbehälter am Werkstoffhof und viel Futter für unseren Kompost.

Weiter ging es dann 2012 für uns mit Paleo. Nachdem wir schon ganz gut mit Alternativen für Plastikprodukten im Haushalt unterwegs waren (was zwei Fliegen auf einen Schlag wegklatscht: weniger Müll (Holzzahnbürsten sind kompostierbar) und weniger Toxine im Haushalt (Plastikprodukte enthalten oft gefährliche Weichmacher wie Phthalate oder Hartmacher wie BPA) – BAAMMS) haben wir uns unsere Ernährung vorgenommen.

Über einen kurzen Abstecher über Bohnenmus (BÄRGH) und ewig das gleiche Slow-Carb Essen (Tim Ferris: Der 4 Stunden Körper) hatte ich dann aber eines Tages genug. Eine kurze google-Suche über „artgerechte Ernährung Mensch“ brachte dann das lang ersehnte AHA-Erlebnis und Huckepack hatte es eine gewaltige Gewichtsabnahme mit. Die Kilos schmolzen nur so weg, während wir uns Fleisch und Eier, Koksöl, ne Menge Gemüse und (am Anfang sehr wenig Obst) reinpfeiften. Mit der Paleo Ernährung fingen wir dann auch an nur noch bei unserem BioHofBauerHofladen einzukaufen.

Paleo ist übrigens super für Zero Waste – wir kaufen ja meist nur Obst und Gemüse direkt beim Hofladen – alles ohne Verpackung. Fleisch haben wir anfangs bei Neuland gekauft (in mitgebrachte Gläser gesteckt) – bis der Neuland Laden in Bielefeld schließen musste und wir endlich einen Bauern für Galloway-Weiderind gefunden haben. Seitdem haben wir wieder etwas mehr Plastik in der Recyclingtonne – bestehend aus Gefrierbeuteln. Wenn jemand eine Alternative kennt um 60kg Rind in einer Gefriertruhe zu verstauen – ich bin ganz Ohr, bitte in den Kommentaren posten!

Ungefähr zur gleichen Zeit fingen wir auch an mit dem Gedanken zu jonglieren unser eigenes Gemüse anzubauen. Denn was ein paar km weiter beim Bauer gedeiht und groß und stark (und vor allem lecker) wird, könnte doch auch bei uns hintern Haus wachsen? Radieschen auf sind jeden Fall empfehlenswert. Die Tomaten im ersten Jahr habens leider nicht so ganz geschafft auf die Hitliste. Im zweiten Jahr auch nicht, dafür hatten wir dann jede Menge Zucchini und Kohlzeugs  (Grünkohl, der 1,60m hoch dem nichtexistenten Winter trotzte). Letztes Jahr war das große Jahr des wuchernden Kürbis. Der hat alles andere vergraben, war aber dafür sehr lecker. So lernen wir jedes Jahr ein bissl dazu. Wir sind jetzt noch weit vom Selbstversorger-Gartenanbau entfernt, aber mit den Händen in der Erde Rumwühlen macht auch so viel Spass, vor allem zu zweit wenn dir die Sonne auf den Rücken scheint.

Für uns eine sehr organische Weiterentwicklung war dann der Minimalismus (2014). Own less, live more. Wir sind jetzt noch noch keine „fertigen“ Minimalisten, aber auf einem guten Weg. Viel von unserem „alten Zeug“ haben wir nach und nach verkauft, z.B. viel Kleidung die nach dem Abnehmen einfach zu groß war, aber auch Möbel und Elektronikzeugs und Küchenzubehör. Ich persönlich finde es besser etwas zu verkaufen als es zu entsorgen, denn meist kann es ja noch weiterbenutzt werden wie z.B. meine Jamie Oliver Pasta Maschine – seit Paleo keine Nudeln mehr selber gemacht (oder gegessen).

Und jetzt? Seit Mitte 2014 geht es bei uns erst mal um Tiny Houses. Denn wofür der ganze Minimalismus? Natürlich damit alleswas man besitzt in so ein Mikro-ding hineinpasst.

Angefixt wurden wir durch George Clarke’s Amazing Spaces, dazu kam dann noch die (für uns etwas gewöhnungsbedürftige da sehr amerikanische Serie) Tiny House Nation. Tiny Houses are the next BIG thing.

Wie ihr seht kommen bei Greenissimo ganz viele Lifestyles zusammen – die sich alle wunderbar ergänzen.

Für uns führte einfach eins zum anderen – und bevor wir wussten wer da jetzt bis drei gezählt hatte – hießen wir „die ökos“(mein Bruder) „Ökotante“(meine Nichte), ein „bisschen grüner als andere“ (Arbeitskollegin). Bei Alex‘ Eltern heißt es oft, wenn wir länger schmalösern als geplant : „Bleibt doch noch zum Essen, es gibt heute xy. Ach, das esst ihr ja alles nicht mehr“. Meine mom war lange überzeugt wir wären Vegetarier (und ja, wir essen mehr Gemüse als die meisten veggies).

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