Tim Sackton Butternut Squash Flickr (CC BY-SA 2.0)

Butternusskürbissuppe mit Salbei

Der Butternusskürbis hatte uns beim Einkaufen angelacht. Der musste mit – ohne dass er auf unserer Einkaufsliste stand und ohne dass wir einen Plan hatten was wir damit anstellen würden.

Nach einer halben Woche im Gemüseregal in der Küche schlich sich dann so langsam die „wir müssen endlich mal was mit dem Kürbis machen“ Stimmung ein. Was für eine tolle Fügung dass am gleichen Tag der nette Postminister das neue Paläo Kochbuch „Das große Buch der Paläo Ernährung“ von Diane Sanfilippo in den Briefkasten steckte. Gesucht und gefunden – ein einfaches Rezept für Butternusskürbissuppe.

Butternut-Kuerbis-Supper

Den Lieblingsmenschen schnell noch Salbei und eine Orange besorgen lassen und am Abend wusste ich dann wieder warum ich mich letzte Saison auf den Anbau von Hokkaido beschränkt hatte: selbst zu zweit schält man ganz schön lange an dem Kürbis rum. Da ist Hokkaido ja wirklich viel einfacher.

Der positive Unterschied: der Butternuss riecht deutlich nach Melone. Lecker lecker Aroma! Aber wer jetzt Melonengeschmack in der Suppe erwartet sollte lieber gleich eine Melonensuppe machen.

Also nach einer halben Stunde schälen und Schneiden endlich mit der Vorbereitung fertig. Puh! Nichts für den schnellen Hunger.

Hier unser vereinfachtes Rezept:

  • 1 Butternusskürbis, geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 4 Zehen Knoblauch, gehackt
  • 1/2 L Brühe
  • Saft von einer Orange
  • Salbei getrocknet, Meersalz und schwarzer Pfeffer

Die Kürbisstücke in etwas Olivenöl schwenken und dann bei 200 Grad im Backofen etwa 40 min backen.

Derweil die Zwiebel in einem Topf anbraten bis sie leicht angebräunt sind, dann Knoblauch dazugeben. (Im Original sollten die Knoblauchzehen ganz bleiben und leicht angequetscht werden. Das hat bei uns nicht geklappt weil der Lieblingsmensch zu übereifrig mit dem Messer war und alles kleingehackt hat. Ging aber auch. ) Salz, Pfeffer und Salbei dazu und kurz mitdünsten.

Wer das alles richtig getimed kann den fertigen Kürbis dazugeben und ist dann schon fast fertig. Wir haben die Kochplatte ausgemacht, weil der Kürbis ja noch gefühlte Ewigkeiten im Backofen nachsitzen musste und schon mal angefangen die Küche wieder vorzeigbar herzurichten.

Wohin mit den Kürbis-Resten?

Kürbisschalen und Fruchtfleisch den süssen Meerschweinchennasen in den Käfig halten. Naja – mäßiger Erfolg bei Gurke ist die Begeisterung sehr viel größer. Wenn man sich vom Käfig entfernt (und so die Hoffnung auf Gurke in naher Zukunft schmählert) und gaaaanz unauffällig beobachtet, wird der Kürbis aber trotzdem eingemampft. Erfolg #1.

Meerschweinchen mag Butternut Kürbis
Meerschweinchen mögen Butternut Kürbis

Restliche Kürbisschalen (das war viel zu viel für nur zwei mittelschwer hungrige Meeries) richtig richtig klein schnippeln für die Hühner. Eine Arscharbeit – wo ja schon das schälen und in Stücke schneiden bei der harten Schale recht anstrengend war. Aber was tut man nicht alles für eine abwechslungsreiche Ernährung der Eierleger und ein aufgeregtes Gegacker („popoohg“) als Dank für den farbenfrohen Snack. Erfolg #2

Aber als sich langsam Blasen an den Händen des Lieblingsmenschen bildeten musste der Rest des Kürbis noch der letzten Verwendung zugeführt werden: der Kompost darf auch gern noch ein paar Kürbisschalen schlucken – vor allem wo wir ja langsam überlegen was wir dieses Jahr saattechnisch im Garten machen wollen und Kürbis ganz oben auf der Liste steht. Die Pflanzen werden dann alle ne ordentliche Portion Kompost in die Erde bekommen. Circle of Life und so.

Ach ja – nicht vergessen – die Samen nicht wegschmeissen! Vom restlichen Fruchtfleisch befreien (waschen) und dann trocknen und für eine massige Selber-Kürbis-Ernte aussäen. Letzten Sommer haben uns die Kürbisse im Garten alles überwuchert und wir haben immer noch eingemachte Kürbissuppe im Vorratsschrank. Yummy…

Weiter geht’s mit dem Rezept

Jetzt aber mal zurück zum Rezept: Sobald der Kürbis seine 40 Minuten abgesessen hat, alles mit in den Topf schmeissen. Orangensaft dazugeben und den Pürierstab sein Werk tun lassen. Dann noch abschmecken und fertig. Guten Appetit!

Zero Waste? Na Klar!

Der Butternusskürbis stand beim unserem Biobauern im Laden ohne jegliche Verpackung. Verpackungsfreiheit beim Kürbis ist eigentlich die Regel – ausser man kauft fertig geschälte Stücke die dann in Plastik eingeschweißt sind. Genauso verpackungsfrei waren Knoblauch und Zwiebel. Wir haben beim Einkaufen immer unseren Korb dabei und legen Obst und Gemüse immer ohne jegliche Zusatzverpackung hinein (unser Biohof bietet meines Wissens nur Papiertüten an – die haben wir letztens dann doch für die zerbrechlichen Buchenpilze benutzt).

Zum Anbraten der Zwiebeln haben wir Koksöl von der Ölmühle Solling verwendet – wir kaufen immer 1 Liter im Bügelglas. Wenn das Koksöl leer ist verwenden wir das Glas weiter – z.B. um Kaffeebohnen zu kaufen, selbstgemachte Brühe einzufrieren und und und. Tausend Möglichkeiten um so ein tolles Glas weiter zu verwenden. Das Olivenöl war ein Geschenk von Verwandten – die Glasflasche kommt nach Leerung zum Glasrecycling.

Orangenschale nimmt der Kompost gerne – ist ja auch eine Bio Orange gewesen.

Der getrocknete Salbei kommt in einer kompostierbaren Folie und Pappschachtel. Die Folie schafft hoffentlich unser Thermokomposter, die Pappschachtel kommt zum Papierrecycling. Im Sommer haben wir normalerweise selber frischen Salbei irgendwo im Garten wachsen, dieses Jahr hoffentlich auch genug um selber welchen zu trocknen und in einem Bügelglas für das ganze Jahr aufzubewahren.

Ach übrigens – den Butternut Squash kann man auch zu Halloween verwenden. Muss ja nicht immer der Klassiker sein 😉

Butternut Skull George P. Macklin (CC BY-SA 2.0)
Butternut Skull
George P. Macklin
(CC BY-SA 2.0)

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